Was hast du und unsere Gesellschaft davon, dass endlich auf den Preis geschaut wird?

Wir bemessen den Preis eines Produktes gern als angemessen oder eben nicht. In allen Situationen des Lebens gibt es jedoch (versteckte) Preise. Manchmal heißt das Wort dafür eher: Druck, Schmerz, Freude oder Konsequenz. Und jede Entscheidung hat Konsequenzen, daher sollten wir nicht nur auf Produktpreise achten, sondern vor Allem auf die Auswirkungen unserer Entscheidungen – weit voran unserer Kaufentscheidungen. Und das beinhaltet die Auswirkungen für dich und unsere Gesellschaft. Gleichzeitig auch als Konsequenz für unsere ganze Welt. Aktuell zieht es sich durch alle Nachrichtensendungen: Hitze-Wellen, Mega-Feuer und Überflutungen, Jahrhundert-Hochwasser. All das haben wir alle herbei geführt, mit unseren bisherigen Entscheidungen. Wer Produkte und Dienstleistungen konsumiert, trägt Verantwortung. Mit jeder einzelnen Kaufentscheidung.

Hinter einem Produkt steht eine komplexe Lieferkette und am Ende natürliche Ressourcen. Bei der Einschätzung des Preises beachten wir vielleicht nicht so oft ob das Produkt Konfliktfrei und Klimafreundlich ist. Nehmen wir ein einfaches Beispiel – ein importierter Apfel aus dem Ausland und ein deutscher Apfel, der monatelang gelagert wurde. Wie kann man da noch den CO2-Fußabdruck berechnen? Da wird es schnell komplex. Einige Dinge sind leider nicht so offensichtlich, denn die „Geiz ist Geil“-Mentalität und „möglichst billig“ erzeugt für uns Kosten, die uns nicht bewusst sind. So zum Beispiel das T-Shirt für (unter) 5 €, der Liter Milch, Eier im Dutzend, Billig-Fleisch in Massen – die Kosten gehen weit über das Produkt hinaus. Für den maximalen Gewinn müssen  Ressourcen leiden, und selbst wenn das Thema Tierleid dich nicht berühren sollte, steckt in dem Thema viel Karma und negative Auswirkungen, über den Einzelnen hinaus.

Gar nicht erwähnen darf man eigentlich die Werbung, die uns überall bedrängt. Da gibt es Weltklasse-Sportler die Werbung für überzuckerte Limonade oder salzige, fettige Chips machen. Modemacher werben für Waschmittel mit Mikroplastik, oder Sterne-Köche für Fertiggerichte. Ist denn da die Botschaft nicht offensichtlich? Nur, wenn wir wirklich mal nachdenken und uns informieren…

Was können wir also tun?
Die einfachen Regeln sind klar: möglichst regionale und saisonale Produkte konsumieren. Es gibt jedoch viele versteckte Themen, die uns nicht bewusst sind. Zum Beispiel die Gewinnmaximierung bei tierischen Produkten, also Massentierhaltung, und die damit einhergehende Umweltverschmutzung. Die Textilindustrie, sie beinhaltet nicht nur die Ausbeutung der Arbeiter, sondern hat ebenfalls einen großen Einfluss auf die Umwelt.
Theoretisch müssten alle Produkte geprüft werden auf deren Fußabdruck. Zum Beispiel Transport-Aufwand, Saisonalität, Konfliktfreiheit, Verpackung und Inhaltsstoffe. Dabei ist zusätzlich zu beachten, dass Hersteller gern „Greenwashing“ betreiben, also so tun als wären Sie und die Produkte gut und hilfreich – das stimmt leider nicht immer.

Praktisch sollten wir einfach Plastik möglichst vermeiden, also Seife ohne Palmöl, anstatt Shampoo-Flasche und Duschgel. Lieber Produkte, die sich an freiwillige Vorgaben halten, wie den Nutri-Score oder die ihre Inhaltsstoffe freiwillig erklären. Keine Produkte mit zu viel Zucker (Süßkram, Müsli, Säfte, Limonaden, etc.) oder Palmöl (Vorsicht bei Süßem wie Keksen & Co.!). Saisonale Produkte, also Kirschen & Erdbeeren sind für den Winter einfach gestrichen.
Eine Orientierungshilfe können Apps sein, die zum Beispiel Inhaltsstoffe bewerten und auf zu hohen Zuckergehalt hinweisen, auf suspekte Stoffe oder Zugaben  – meine Wahl dazu ist die App „CodeCheck“. Beim Thema Fleisch gilt: so wenig und so qualitativ wie möglich.

Was habe ich umgesetzt?
Eine Weile schon benutze ich vorrangig Seifen und Selbstgemachte Produkte (Reinigungsmittel, etc.). Seit mindestens einem Jahr habe ich höchstens drei mal bei Amazon bestellt – die ganzen Verhältnisse gingen ja durch die gesamte Presse. In letzter Zeit habe ich viele Dokumentationen geschaut: seitdem gibt es kein IKEA mehr, kein Fleisch unter der Klasse 3, nur noch Eier aus Freilandhaltung. Wenn überhaupt einmal – denn meine Katze liebt leider Pute, frisch aus der Pfanne.

Im Grunde dürfen wir einfach informierte Konsumenten werden, Quellen wie Dokumentationen und Artikel gibt es ausreichend. Einige dieser Dinge habe ich in meiner Liste aufgenommen:

Wahrheiten und Wissen


Liebe Grüße, und geh‘ wählen 🙂


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